Erlös aus Rudern gegen Krebs wird „sportlich“ umgesetzt – Entspannungsprogramme und Yoga für Patienten mit einer Krebserkrankung

Annette Timmer und Marlena Vogler-Deemter führen die Yoga- bzw. Entspannungsprogramme für Krebserkrankte durch

Die Benefizregatta Rudern gegen Krebs auf Initiative von Dr. Hartmut Görtz, Bonifatius Hospital, war auch Dank der großzügigen Unterstützung durch die HEH Essmann Stiftung und der Lingener Rudergesellschaft ein voller Erfolg. Die Spendengelder für den Fonds für Krebskranke werden seit einigen Monaten für Yoga und Entspannungsübungen für Patienten im Bonifatius Hospital eingesetzt, berichtet die erste Vorsitzende des Fonds für Krebskranke Lingen, Tina Scharrenbroich.

Etabliert haben sich die Yogakurse für Krebspatienten. „Die Gruppen sind gemischt und werden sehr gut angenommen“, freut sich Yogalehrerin Annette Timmer. Ihre „Yoga und Krebs Zertifizierung“ stellt sicher, dass eine besondere fachliche Eignung für das Unterrichten von Yoga bei Krebspatientinnen und Krebspatienten vorhanden ist. Viele Dankesschreiben erreichen den Fonds, so schrieb eine Teilnehmerin: „Die Gruppe Yoga und Krebs war für mich ein wichtiges, zusätzliches Angebot. Hier habe ich wieder Kraft und Energie sowie Vertrauen in meinen Körper bekommen.“

Marlena Vogler-Deemter, u.a. Übungsleiterin für Präventionssport und Rehabilitationssport sowie Sporttherapeutin, ist auf der Palliativstation des Bonifatius Hospitals im Einsatz und bietet schwerstkranken Patientinnen und Patienten auf Wunsch individuelle Entspannungsübungen an. Auch die Ärzte und Pflegekräfte der Station begrüßen dies Angebot sehr und berichten von dankbaren Patienten. Die Angebote sind für die Teilnehmenden kostenfrei und freiwillig. Sie dienen nur als Ergänzung zur medizinischen und pflegerischen Behandlung in der für Menschen sehr schweren Lebenssituation. Yoga und Meditation ist seit 2021 in die Behandlungsleitlinien für begleitete Verfahren in der Krebstherapie aufgenommen worden.